Eine fett- oder zuckerreiche Ernährung mit wenigen Ballaststoffen scheint die Vielfalt der im Darm lebenden Bakterien einzuschränken. Das legen die Ergebnisse zweier großer Beobachtungsstudien nahe, über die Wissenschaftler in Science berichten. Bestimmte Medikamente und eine Reihe von Krankheiten haben den Untersuchungen der belgischen und niederländischen Forscher zufolge einen ähnlichen Effekt.

Einen bedeutenden Einfluss hatte zudem die Ernährung. Wie erwartet, wirkt sich eine einseitige, kalorienreiche Diät offenbar negativ auf die Vielfalt der Bakterien im Darm aus. Joghurt und Buttermilch, aber auch Kaffee, Tee und Rotwein scheinen die Diversität der Mikroben hingegen zu erhöhen. Welche Bedeutung die Zusammensetzung des Mikrobioms habe, sei bislang schwer zu sagen. Aber es gibt eine gute Korrelation zwischen der Diversität und der Gesundheit: Eine größere Diversität ist besser.

Zhernakowa A, et al: Population-based metagenomics analysis reveals markers for gut microbiome composition and diversity. Science 2016;352(6285):565-569

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